Stress lass nach – der Weg zu mehr Achtsamkeit

Manchmal hat man das Gefühl, man hetzt sich durch den Alltag.
Die Folgen: Erhöhtes Stressempfinden und geringere Belastbarkeit. Achtsamkeit kann hier helfen.

Achtsamkeit versteht sich als eine bestimmte Form der Aufmerksamkeit. Sie ist absichtsvoll, bezieht sich auf den gegenwärtigen Moment und wertet nicht. Wer (wieder) lernt, Momente bewusst zu erleben, schützt seine Psyche und kann sogar einem Burn-out vorbeugen. 

Die Wurzeln der Achtsamkeitspraxis liegen in den mehr als 2.500 Jahre alten buddhistischen Lehren. Heute lassen sich die Übungen ohne großen Aufwand zur Stressbewältigung einsetzen. Wir haben Ihnen nachfolgend vier Achtsamkeitsübungen zusammengestellt, die sich ganz einfach in den Alltag einfügen lassen. 


I. Sitzmeditation – sich selbst beim Atmen zusehen

Bei der Sitzmeditation bringen Sie den Körper in eine aufrechte, entspannte und stabile Sitzposition und konzentrieren sich auf den Atem. Für Anfänger ist es in der Regel schwierig, die Gedanken nicht abschweifen zulassen. Durch Geduld und Durchhaltevermögen können Konzentrationsvermögen und Achtsamkeit aber Stück für Stück wachsen. Jedes Mal wenn Sie das Abschweifen des Geistes bemerken, befinden Sie sich schon in einem Moment der Achtsamkeit und des Wachstums. Nach und nach können Sie das Wechselspiel von Gedanken, Empfindungen und
                                                                                      Wahrnehmungen wertfrei beobachten.


II. Gehmeditation – Der Weg ist das Ziel

Etwas so Alltägliches wie Gehen kann Meditation sein. Vorausgesetzt, Sie lassen sich nicht von Gedanken oder äußeren Dingen ablenken. Und genau das ist der Inhalt der Gehmeditation: gehen und atmen. Die volle Aufmerksamkeit ist auf den gegenwärtigen Moment und den Atem gerichtet. Gedanken werden ausgeschaltet. Das Ergebnis sind Ruhe und Klarheit in unserem Geist. Beginnen Sie mit Ihren ersten meditativen Schritten am besten zu Hause und verbinden Sie das Gehen mit dem Rhythmus Ihres Atems.


III. Achtsamkeit im Alltag – in der Gegenwart innehalten

Achtsamkeit kann man nach und nach auf alle gewöhnlichen Tätigkeiten ausweiten. So lassen sich beim Duschen, Zähneputzen, Geschirrspülen, Gehen, Aufstehen, Essen kochen oder bei der Gartenarbeit kleine Achtsamkeitsübungen durchführen. Halten Sie zwischendurch im Alltag inne und nehmen Sie den gegenwärtigen Moment bewusst wahr. Spüren Sie im Laufe des Tages immer wieder einmal in den Körper hinein und registrieren Sie Verspannungen, Wohlsein oder Unwohlsein, Wärme oder Kälte. Verbinden Sie sich im Laufe des Tages immer wieder bewusst mit Ihrem Atem und erspüren Sie seine Qualität.


IV. Body-Scan – die Beziehung zwischen Körper und Geist vertiefen

Als Body-Scan bezeichnet man das mentale „Abtasten“ des eigenen Körpers nach Verspannungen und Blockaden. Dabei wandert die Aufmerksamkeit langsam durch den ganzen Körper: Beginnend mit den Zehen über die Füße bis zum Scheitel wird die Konzentration jeweils auf einen Teil des Körpers gerichtet. Tatsächlich entstammt der Body-Scan der ältesten buddhistischen Meditationsform, dem Vipassana. Wird der Body-Scan regelmäßig durchgeführt, hat er auch eine nachhaltige Wirkung. Er hilft dann nicht nur in akuten Stresssituationen, sondern führt generell zu mehr innerer Ruhe und Gelassenheit.



Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Ausprobieren.
Und: Haben Sie Geduld. Die positiven Effekte setzen nach und nach ein.
  

Lesen Sie hier den Artikel „Raus aus der Multitasking-Falle“ aus unserem Magazin impulse 01-2018. 

Mein Stresserleben.

Wer seinem Stresserleben auf den Grund gehen will, kann beim Gesundheits-Check-up der ias PREVENT GmbH einen Gedächtnistest sowie eine Stressanalyse zum arbeitsbezogenen Verhaltens- und Erlebensmuster machen. 


*Headerbild: wavebreakmedia/ Shutterstock.com
**Beitragsbilder: 1. Helga Gavrilova | 2. Seventy Three | 3.Visual Generation | 4.Sudowoodo / Alle Bilder von Shutterstock.com