Gesund im Urlaub

Statt sich von der Arbeit zu erholen, werden viele Menschen im Urlaub krank. Wir klären, warum und geben Tipps für eine gesunde Reise.

1. Darum erkranken viele Menschen nach Urlaubsantritt
Endlich Urlaub? Die Koffer sind kaum ausgepackt, da heißt es Fieber, Durchfall, Bettruhe. Ausgerechnet in den schönsten Wochen des Jahres, wenn sie sich erholen wollen, werden viele Menschen krank.

„Leisure Sickness“, auf Deutsch „Freizeit-Krankheit“, nennen Wissenschaftler dieses Phänomen. Oft ist Stress vor der Abreise schuld, denn der sorgt dafür, dass unsere Reserven bis zum Schluss aktiviert sind. Der Körper schützt sich mit dem Stresshormon Cortisol, das vorübergehend entzündungshemmend wirkt. Lässt der Druck nach, ist auch die Abgabe des Hormons verringert und wir werden anfälliger für Infektionen.

Unser Tipp:
Beugen Sie vor, indem Sie zwischen Ihrem letzten Arbeitstag und dem Reiseantritt mindestens ein bis zwei Tage Pause einlegen, um allmählich in einen Urlaubsrhythmus zu gleiten.


2. So überstehen Sie auch lange Flugreisen:
Flugreisen schlauchen. Auf langes, ungesundes Sitzen folgt der Jetlag, der häufig auch den Schlafrhythmus durcheinanderbringt.

Unser Tipp:
Nutzen Sie die kleinen Bewegungsspielräume im Flieger: Einmal stündlich aufstehen, um sich auf dem Gang die Beine zu vertreten, stärkt die Durchblutung und beugt Thrombosen vor. Fuß- und Beingymnastik  im Sitzen tun ebenfalls gut.

Angekommen, passt man sich bestenfalls sofort dem Rhythmus des Gastlandes an. Viel an die frische Luft gehen: Tageslicht hilft gegen Jetlag. Wird die Müdigkeit zu groß, sollten nicht mehr als 20 Minuten Schlaf eingeschoben werden.


3. Das gehört in Ihre Reiseapotheke:
Eine gut sortiere Grundausstattung kann im Urlaub eine wichtige Hilfe sein. Hieran sollten Sie denken, bei:

Schwindelattacken und ein flauer Magen bei langen Bus- und Autofahrten, auf Schiffsreisen oder bei Flügen lassen sich mit Tabletten, Zäpfchen, Lutschtabletten und Kaugummis bekämpfen, die den Wirkstoff Dimenhydrinat enthalten. Bei hoher Dosierung kann es jedoch zu Nebenwirkungen wie z. B. Müdigkeit kommen. Wir empfehlen in leichten Fällen die Wirkung des Ingwers auszuprobieren, den man als Tee trinken, roh kauen oder auch in Kapselform zu sich nehmen kann.

Packen Sie Fieberthermometer, Paracetamol oder Ibuprofen ein, aber kein Aspirin! Der blutverdünnende Wirkstoff ASS kann die Folgen tropischer Infektionen verschlimmern.

Wunddesinfektionsmittel, elastische Binden, Klebeband, Schere und eine Splitterpinzette sollten im Notfallköfferchen nicht fehlen.

Nehmen Sie Wirkstoffe gegen Verdauungsbeschwerden wie Sodbrennen oder Verstopfung mit. Elektrolyt-Glukose-Präparate helfen bei Erbrechen oder Durchfall.

Präparate mit dem Wirkstoff Diethyltoluamid (DEET) schützen vor Insektenstichen. Antihistamin-Salbe wie Fenistil Gel lindert den Juckreiz.

Greifen Sie zu reinem Aloe-Vera-Gel. Das Naturprodukt kühlt und lindert Schmerzen und Juckreiz. Es wirkt entzündungshemmend und versorgt die Haut mit Feuchtigkeit. Übrigens: Kennen Sie schon diese drei bekannten Irrtümer zum Thema Sonnenschutz?

Unser Tipp:
Sie reisen ins Ausland? Dann beziehen Sie Medikamente vorab aus einer deutschen Apotheke, so haben Sie im Notfall alles zur Hand. Und Sie sind auf der sicheren Seite: In manchen Ländern kursieren Medikamentenfälschungen, die nicht die richtigen Wirkstoffe enthalten.

Wir wünschen Ihnen einen erholsamen und gesunden Urlaub!