Gesundheit. Arbeit. Leben.

Newsletter der ias-Gruppe Nr. 05 | Nomvember 2016



Liebe Leserinnen und Leser,

gestern das einfache Handy, heute das vielseitige Smartphone, morgen Künstliche Intelligenz – Ihnen geht die technische Entwicklung zu schnell? Dann schnallen Sie sich besser an: „Die digitale Transformation wird nie wieder so langsam sein wie heute" sagt Philipp Justus, Deutschland-Chef von Google, und er wird höchstwahrscheinlich Recht behalten. 

Doch was heißt das konkret für Unternehmen? Wie verändert sich unsere Arbeitswelt in puncto Digitalisierung? Sind unsere Arbeitsplätze noch sicher? Viele, auch zum Teil kritische Fragen treiben Arbeitgeber wie Mitarbeiter derzeit um. Der Bedarf sich auszutauschen und gute Lösungen für die Praxis zu finden ist enorm – das hat auch die Veranstaltung ias-Dialog in Berlin gezeigt. Die ias-Gruppe hatte Digitalisierungsexperten und Unternehmensvertreter geladen und damit Vordenker, Querdenker und Mitdenker zusammengebracht. Erfahren Sie mehr zu den konkreten Themen des Events in dieser Newsletter-Ausgabe.

PS: Erst kürzlich widmete sich die ARD der Themenwoche mit dem Thema „Zukunft der Arbeit“ und präsentierte dazu einen „Job Futuromat“. Hat Ihr Job eine Zukunft? Hier erfahren Sie es.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Lektüre des ias-Newsletters!


Ihre Redaktion

 

 

Themenjahr Digitalisierung

ias-Dialog 2016: Dreh- und Angelpunkt ist nicht nur die Technik

Unter dem Motto „Digitaler Wandel – Leistungsfähige Mitarbeiter; Betriebliche Gesundheit in der Arbeitswelt 4.0“ lud die ias-Gruppe am 12. Oktober 2016 Digitalisierungsexperten und Unternehmensvertreter in die Humboldt-Box nach Berlin ein. Der digitale Wandel und seine Auswirkungen auf den arbeitenden Menschen standen dabei im Mittelpunkt – und zur offenen Diskussion.

Mehrere Vorträge beleuchteten die vielen Seiten der Digitalisierung und machten das Thema durch wissenswerte Hintergrundinformationen und Praxisbeispiele greifbarer. Sie lieferten Wissens-Know-how für Workshops, in denen sich Geschäftsführer und Personalverantwortliche zu zentralen Fragen austauschten, die im Zusammenhang mit der Digitalisierung immer wieder auftauchen: „Wie kann ich mein Unternehmen auf weitere Veränderungen vorbereiten?“, „Wie kann ich als Führungskraft meine Mitarbeiter stärken?“, „Welche Erfolgsmodelle haben sich bereits bewährt?“

Als ein wesentliches Fazit der Veranstaltung fasste ias-Vorstand Dr. Alexandra Schröder-Wrusch zusammen: „Heute hat sich immer wieder bestätigt: Dreh- und Angelpunkt ist nicht nur die Technik, sondern der Mensch. Der Mitarbeiter, der sich mit technischen Neuerungen an seinem Arbeitsplatz konfrontiert sieht und damit umzugehen lernt, der auf seinem Weg auch einmal scheitert und die Kraft braucht, neu zu beginnen. Ihn zu unterstützen heißt, das digitale Morgen – auch der Unternehmen – zu gestalten.“

„Sowohl Fachexperten als auch Unternehmensvertreter und Arbeitnehmer sehen den Veränderungen, die der digitale Wandel mit sich bringt, hier und da kritisch, doch in vielen Aspekten positiv entgegen“, ergänzt ias-Vorstand Dr. Peter Wrogemann. „Interessant wird nun sein zu verfolgen, was Unternehmen daraus machen. Die positive Einstellung ist eine große Chance, die die Unternehmen als Hebel nutzen sollten. Zugleich müssen die vorhandenen Ängste und Sorgen der Beschäftigten ernst genommen und behandelt werden, um die Potenziale für den Unternehmenserfolg ausschöpfen zu können.“

Sie haben den ias-Dialog verpasst? Sehen Sie Mitschnitte der Fachvorträge und weitere Informationen zur Veranstaltung unter www.ias-gruppe.de/ias-dialog


Foto: Patrick Binder

Zahlen und Fakten

Klarer Vorsprung durch BGM

Viele Unternehmer fragen sich: Rechnen sich Investitionen in ein Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)? Eine amerikanische Studie zeigt: durchaus! Firmen mit einem professionellen BGM sind leistungsstärker als Mitbewerber ohne ein Gesundheitsmanagement.

Erhöht sich der Wert eines Unternehmens durch ein Gesundheitsmanagement? Und welche Rolle spielt die Qualität eines solchen? Diesen Fragen gingen Dr. Jessica Grossmeier und ihr Forschungsteam in einer Studie auf den Grund, die 2016 im Journal of Occupational and Enviromental Medicine erschien. Die Forscher untersuchten den Zusammenhang zwischen Gesundheitsmanagement und Unternehmenswert bei insgesamt 1.228 an der Börse gehandelten Unternehmen im Aktienindex Standard & Poor’s 500 (S&P 500).

So ging die Analyse vor: 

Bewertet wurde zum einen die Qualität des Gesundheitsmanagements der teilnehmenden Unternehmen anhand einer HERO Scorecard. Mit dieser „Card“ werden unterschiedlichste Komponenten des BGM erfasst wie die strategische Planung, organisatorische und kulturelle Unterstützung, angebotene Programme oder Partizipations- und Auswertungsstrategien im jeweiligen Unternehmen.

Zum anderen wurde die Aktienentwicklung derjenigen Unternehmen bewertet, deren Gesundheitsmanagement laut HERO Scorecard am besten abschnitt, dies im Vergleich zur durchschnittlichen Marktleistung des S&P 500 Index.

Das Ergebnis war eindeutig: Die 45 Unternehmen mit dem besten HERO Scorecard Index konnten ihren Vermögenswert innerhalb von sechs Jahren um 235 Prozent steigern. Der S&P 500 Index hingegen zeigte eine Verbesserung von lediglich 159 Prozent. 

Dieser gravierende Unterschied in der Marktentwicklung legt nahe, dass ein strategisches und professionell ins Unternehmen integriertes Gesundheitsmanagement den Wert eines Unternehmens ergänzend und überdurchschnittlich erhöht.


Foto: GettyImages, Morsa Images

Für die Praxis

Klug zum Flug – Gesund auf Geschäftsreise

11 Millionen Deutsche waren im letzten Jahr geschäftlich unterwegs – viele davon im Flugzeug. Sie gehören dazu? Dann Vorsicht: Häufiges Reisen kann Körper und Psyche belasten. 

Trotz E-Mails und Videokonferenzen lassen sich Auslandsreisen nicht immer vermeiden. Gerade bei der Anbahnung von Geschäftspartnerschaften oder bei Vertragsabschlüssen geht nichts ohne den persönlichen Kontakt. Das belegt auch die Studie „Chefsache Business Travel“ vom Deutschen Reiseverband (DRV). Darin wurden die Gründe für eine Geschäftsreise hinterfragt und aufgezeigt: 46 Prozent der Befragten gehen von einer erhöhten Auftragswahrscheinlichkeit aus. 65 Prozent bauen im Rahmen einer Geschäftsreise ihre beruflichen Netzwerke aus und 61 Prozent wollen ihre(n) Geschäftspartner besser kennenlernen. Zudem: Ein volles Meilenkonto bringt Upgrades, Lounge-Zutritt und Prämienflüge.

Doch wie steht es mit den Gesundheitsrisiken? Auf Letztere deuten zahlreiche Studien hin, die den Effekt des Vielfliegens auf die Gesundheit untersuchen. Kürzlich ließ eine internationale Metastudie von einem britisch-schwedischen Forscherteam aufhorchen: Wer dienstlich mindestens einmal pro Monat viele Stunden lang im Flieger sitzt, ist demnach anfälliger für Schlaganfall, Herzinfarkt und Thrombose, altert rascher, leidet häufiger unter Depressionen und hat sogar eine geringere Lebenserwartung. Die Ursachen dafür kennen die meisten dienstlichen Vielflieger nur zu gut: ungesündere Ernährung auf Fernreisen, kaum Sport, dazu Stress und Schlafmangel.

Tipps, wie Sie trotz Vielfliegerei gesund bleiben, erhalten Sie in der Ausgabe 03-2016 unserer Kundenzeitschrift >>> impulse.

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Foto: iStock, Andresr


Keine Chance dem Krebs

Krebs! – Diese Diagnose möchte niemand hören. Doch kann man dieser Krankheit vorbeugen? Eine gesunde Lebensweise und regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind ein Weg, unseren Körper zu stärken und Tumorzellen frühzeitig zu entdecken.

Krebs ist mit etwa einer halben Million neu auftretenden (oder: diagnostizierten) Fällen im Jahr hierzulande die zweithäufigste Todesursache nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Knapp 224.000 Menschen in Deutschland sterben jedes Jahr an dieser Erkrankung – so die Angaben der Krebsregister.
Aber Krebs ist nicht gleich Krebs. Vielmehr ist es ein Sammelbegriff für bösartige Tumoren, also Gewebewucherungen. Diese können in allen Organen im Körper vorkommen. Am häufigsten treten bei Frauen Brustkrebs, bei Männern Prostatakrebs und geschlechterunspezifisch Lungen- und Dickdarmkarzinome auf.

Doch lässt sich diese tückische Krankheit vermeiden? „Ein Patentrezept gibt es leider nicht, aber jeder kann sein persönliches Risiko senken – mit Vorsorgeuntersuchungen und durch einen gesunden Lebensstil“, sagt Dr. Jochen Hansel, Facharzt für Innere Medizin und Ärztlicher Leiter am ias-PREVENT-Standort in Stuttgart. „Je eher Ärzte einen Tumor entdecken, desto größer sind die Behandlungschancen und Heilungserfolge.“

Vorsorge- und Früherkennungstests wie Hautkrebs-Screenings, Ultraschalluntersuchungen oder PSA-Tests (zur Früherkennung von Prostatakrebs) helfen, Gewebeveränderungen bereits im Anfangsstadium aufzuspüren und Leben zu retten. Welche Untersuchungen wann empfohlen werden – und mit welchen weiteren Maßnahmen Sie Ihre Krebsvorsorge aktiv gestalten – lesen Sie in Ausgabe 02-2016 unserer Kundenzeitschrift, der check_up

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Veranstaltungen

After Work Info Event „Die Digitalisierung der Arbeitswelt“

Die ias-Gruppe lädt ein zum „After Work Info Event“-Special zum Thema Digitalisierung. Erhalten Sie wertvolle Impulse und Anregungen für Ihre Praxis und tauschen Sie sich mit unseren Fachexperten und anderen Unternehmern Ihrer Region in ungezwungener Atmosphäre aus. Wir freuen uns auf den Dialog mit Ihnen.  

Was?  After Work Info Event, Thema: „Die Digitalisierung der Arbeitswelt“
Wann? Montag, 28. November 2016, 16:30-19:00 Uhr
Wo? ias Aktiengesellschaft, Steinhäuserstraße 19, 76135 Karlsruhe

Weitere Informationen finden Sie unter www.ias-gruppe.de/aktuelles


Für Anmeldungen und Rückfragen schreiben Sie bitte an manuela.legat[at]­ias-gruppe.de.


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