Gesundheit. Arbeit. Leben.

Newsletter der ias-Gruppe Ausgabe 05|2017 – Auto an, Handy aus?



Liebe Leserinnen und Leser,

der Blick aufs Handy ist für viele Menschen die erste Tat des Tages. Fast 40 Prozent der Smartphone-Nutzer* schauen kurz nach dem Aufwachen auf ihr Gerät – und danach durchschnittlich noch 30-mal am Tag. 

Auch im Auto ist das Handy meist als Begleiter dabei und bei jedem „Pling“ schnell zur Hand. Doch „nur mal kurz eine Nachricht checken“ kann im Straßenverkehr zu schweren Unfällen führen. Fachkräfte für Arbeitssicherheit informieren daher ausführlich zum Thema „Ablenkung am Steuer“. Erfahren Sie mehr dazu in dieser Newsletter-Ausgabe. Hier geht’s zum Beitrag.

Technologien sind nur einer von vielen Faktoren, die unaufhörlich Bewegung in unsere Lebens- und Arbeitswelten bringen und damit auch Unternehmen vor neue Herausforderungen stellen. Unter dem Titel „Die Kraft zur Veränderung“ widmet sich die ias-Gruppe diesem hochaktuellen Themenkomplex im Rahmen von Veranstaltungen, Medien und einer Studie: 

  • Die Themen und Impressionen des letzten ias-Dialog-Events (am 19.10. in Stuttgart) finden Sie hier.
  • Im Magazin impulse lesen Sie persönliche Erfahrungsberichte von Mitarbeitern zum Umgang mit Veränderungen.
  • Die Studie „Die Kraft zur Veränderung“ erhalten Sie unter redaktion[at]­ias-gruppe.de


Ihre Redaktion

* (Umfrage: Deloittes Global Mobile Consumer Survey


weitere Themen

ABLENKUNG 4.0: Auto an, Handy aus?


Das Smartphone ist für viele zum treuen Weggefährten geworden. Vom Aufstehen bis zum Schlafengehen ist es an unserer Seite. Gefahr droht, wenn uns das Handy ablenkt – im Straßenverkehr zum Beispiel.

Rund 81 % der Deutschen besitzen inzwischen ein Smartphone. Im Schnitt schaut jeder 30-mal am Tag auf sein Gerät – und das auch während der Autofahrt. Nur schnell ein Telefonat führen, eine Nachricht beantworten oder das Navi bedienen: Am Steuer können bereits kurze Momente der Ablenkung lebensgefährlich sein. Eine Studie der Allianz Versicherung zeigt, dass jeder zehnte Verkehrstote auf Ablenkung zurückzuführen ist. Forscher der Technischen Universität Braunschweig  sehen in der Nutzung von Smartphones eine der Hauptablenkungen am Steuer. 

„Autofahrer fühlen sich beim Fahren teilweise unterfordert und sicher genug, um sich mit mehreren Dingen gleichzeitig zu beschäftigen“, erklärt Friedemann Neupert, Sicherheitsingenieur bei der ias health & safety GmbH. Er warnt: „Wer beim Fahren mit seinem Handy hantiert, ist mehrere Sekunden unkonzentriert und abgelenkt.“  Experten sprechen von einem "Blindflug" von mehreren Metern, den die Fahrer in diesen Sekunden zurücklegen. Schon bei einer eher geringen Geschwindigkeit von „nur“ 40 km/h sind das 7 Sekunden und fast 80 m.  

Aus eigener Erfahrung weiß Neupert: „Selbst Telefongespräche über eine Freisprechanlage sind nicht risikofrei. Wir konzentrieren uns dabei auf den Gesprächspartner und somit nicht mehr auf unsere Hauptaufgabe, die Teilnahme am Straßenverkehr.“ 

Berufskraftfahrer sollten wissen: Wer mit dem Dienstwagen unterwegs ist und einen Verkehrsunfall verursacht, weil er durch sein Smartphone abgelenkt ist, kann der groben Fahrlässigkeit angeklagt werden. Als Fachkraft für Arbeitssicherheit spricht Neupert daher das Thema „Ablenkung im Straßenverkehr“ auch im Hinblick auf den Arbeits- und Gesundheitsschutz in Kundenunternehmen an. 

Zu viele Unfälle gab es bereits, in denen Menschen ihr Leben verloren, weil der Blick von Autofahrern am Bildschirm hing. Selbiges gilt übrigens auch für Lokführer sowie alle anderen Posten, die höchste Aufmerksamkeit erfordern. 

Doch was gilt für Fußgänger? Beim Gehen auf das Handy zu schauen ist zwar nicht verboten, kann aber dennoch gefährlich werden. Wer zudem Kopfhörer trägt, steigert das Risiko weiter. So zeigt eine europaweite Studie der technischen Prüfstelle DEKRA, dass mehr als 17 Prozent der Fußgänger auf dem Handy tippen, telefonieren oder Musik hören, wenn sie die Straße überqueren. Das erhöht die Gefahr hinzufallen oder eine Verkehrssituation nicht richtig einzuschätzen. 

Im September 2017 ist mit #FingervomHandy eine Kampagne gegen Ablenkung im Straßenverkehr gestartet. Initiiert vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) soll die Aktion auf die Gefahren der Handynutzung im Straßenverkehr aufmerksam machen und zu verantwortungsbewusstem Verhalten aufrufen: https://www.runtervomgas.de/ablenkung/

Bei Fragen zum Thema „Ablenkung am Steuer“ wenden Sie sich gerne an Friedemann Neupert: friedemann.neupert[at]­ias-gruppe.de  

Weitere Infos zum Thema „Ablenkung beim Autofahren“, zusammengestellt vom ADAC, finden Sie unter: https://www.adac.de/_mmm/pdf/rv_ablenkung_vermeiden_sp_293092.pdf  


Foto: Shutterstock, Pair Srinrat


ZAHLEN UND FAKTEN: Gesundes Europa

Von wegen Vorreiterrolle! In puncto Gesundheit hat Deutschland noch Nachholbedarf. Nicht nur beim täglichen Obst- und Gemüsekonsum schneiden unsere europäischen Nachbarländer besser ab. 

So zeigt die aktuelle Studie „Gesundheitsverhalten in Europa“ vom Robert Koch-Institut: Deutschland liegt im EU-weiten Vergleich beim täglichen Obstkonsum im hinteren Drittel. Beim Rauschtrinken hingegen ist der Anteil hierzulande überdurchschnittlich hoch. Die gute Nachricht:  Die deutsche Bevölkerung ist sportlich aktiver als andere Länder der EU. Beim Raucher-Anteil liegen die Werte in Deutschland relativ nah am EU-Durchschnitt. 

Weitere spannende Zahlen liefert der Bericht „Gesundheit auf einen Blick: Europa 2016“ der Europäischen Kommission und der OECD,  der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung: So starben im Jahr 2013 in den EU-Ländern mehr als 1,2 Millionen Menschen an Krankheiten und Verletzungen, die sich durch Vorbeugung oder eine bessere Gesundheitsversorgung wahrscheinlich hätten verhindern lassen. 

Würden die Europäer weniger Alkohol- und Tabak konsumieren, könnten etliche verfrühte Todesfälle vermieden werden.  Mit mehr Bewegung, ausgewogener Ernährung und einer besseren Balance zwischen Stress und Entspannung ließen sich viele Leiden lindern oder sogar verhindern. Regelmäßige Gesundheits-Check-ups tragen zudem zur Früherkennung von Krankheiten und Risiken bei. 

Die wichtigsten Fakten zur Studie des Robert Koch-Instituts finden Sie hier: http://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Gesundheitsberichterstattung/GBEDownloadsJ/Focus/JoHM_2017_02_Gesundheitsverhalten_Europa.pdf?__blob=publicationFile  

Die Ergebnisse des Berichts „Gesundheit auf einen Blick: Europa 2016“ inkl. eines Films stehen Ihnen hier zur Verfügung: https://ec.europa.eu/health/state/glance_en  

ias PREVENT bietet Gesundheits-Check-ups an acht Standorten in Deutschland an. Weitere Informationen zu Inhalten und Ablauf unter https://www.ias-gruppe.de/leistungen/persoenliches-gesundheitsmanagement.html  


Foto: Shutterstock, Elvira Koneva


RESILIENZ: Jeder Lage gewachsen


Jeder durchlebt stressige Zeiten. Wie gut wir sie meistern hängt davon ab, wie wir mit ihnen umgehen. Resilienz heißt die Fähigkeit, die durchaus erlernbar und mit einfachen Maßnahmen trainierbar ist. 

In der aktuellen Ausgabe der check_up stellen wir einige Grundregeln vor und geben Ihnen praktische Tipps mit auf den Weg. Weitere Themen im Heft:

  • Zuhause für 100 Billionen Bakterien: Was der Darm für unsere Gesundheit leistet
  • Süße Sühne: Wie viel Zucker schädlich ist
  • Gesundheits-Check-ups: Wie frühzeitige Vorsorgeuntersuchungen die Lebensqualität bis ins hohe Alter erhalten 

Hier finden Sie die aktuelle Ausgabe der check_up als E-Paper.

Sie haben Interesse an einem regelmäßigen Abonnement des Magazins check_up? Gerne senden wir Ihnen das Magazin kostenlos per Post oder E-Mail zu. Schreiben Sie uns an redaktion[at]­ias-gruppe.de.


Foto: GettyImages, Sam Edwards


PSYCHOSOZIALBERATUNG: Hilfe in Lebenskrisen


Psychische Erkrankungen können zu langwierigen Arbeitsausfällen führen. Unternehmen wie die Deutsche Bahn setzen daher auf eine professionelle Betreuung ihrer Mitarbeiter.

Eine schwere Krankheit, der Tod eines Angehörigen oder ein traumatischer Vorfall am Arbeitsplatz – eine Krise kann einen neuen Lebensabschnitt markieren und die Berufstätigkeit erheblich beeinflussen. Das bestätigt auch der aktuelle Fehlzeitenreport des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) mit dem diesjährigen Schwerpunkt „Krise und Gesundheit“. Er zeigt: Jeder zweite Betroffene fühlt sich in seiner Gesundheit und Leistungsfähigkeit eingeschränkt. 

2.000 Beschäftigte wurden für die repräsentative Studie befragt. Mehr als ein Drittel fühlte sich aufgrund eines kritischen Lebensereignisses unzufrieden mit der Arbeit oder meldete sich häufiger krank. Fast 26 Tage fielen Mitarbeiter im Schnitt aus diesen Gründen aus.

Für den Fehlzeitenreport wurde untersucht, welche Krisen Beschäftigte im Laufe ihres Berufslebens erleben können und wie sich diese bewältigen lassen. Ein Betriebliches Gesundheitsmanagement spiele für die Prävention und das Lösen von Krisen eine tragende Rolle.

Viele Unternehmen in Deutschland wissen um die hohe Relevanz betrieblicher Angebote bei Krisenereignissen. Auch die Deutsche Bahn bietet ihren Mitarbeitern professionelle, anonyme Unterstützung in Krisensituationen. Erfahren Sie mehr dazu in diesem Beitrag des Handelsblatts: http://www.ias-gruppe.de/fileadmin/user_upload/Presse_und_Publikationen/Presseberichte_und_Studien/Psychosoziale_Beratung_Deutsche_Bahn.pdf  


Foto: Shutterstock, Wavebreakmedia



Veranstaltungen

15.11.2017, Frankfurt am Main: FUTURE OF WORK 2017


Die Konferenz FUTURE OF WORK 2017 wagt es: Gemeinsam mit den Teilnehmern will sie einen Blick in die Zukunft werfen und mögliche Arbeitswelten von morgen skizzieren. Diskutiert wird, welche Herausforderungen anstehen und wie wir ihnen begegnen können. Welchen Einfluss haben Künstliche Intelligenz und vergleichbare Innovationen? Wie verändert das Internet of Things unsere Arbeitsweise? 

In Impulsvorträgen, Round Tables und einer Podiumsdiskussion werden diese Fragen debattiert. Mit dabei: ias-Vorstand Dr. Alexandra Schröder-Wrusch, die in ihrem Blogbeitrag „Den Wertekompass neu justieren“ bereits Einblick in das aktuelle Stimmungsbild in Unternehmen gibt. 

Was? FUTURE OF WORK 2017
Wann? Mittwoch, 15.11.2017, 09:15–18:00 Uhr
Wo? Frankfurt School of Finance & Management, Adickesallee 32-34, 60322 Frankfurt am Main

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.frankfurt-school-verlag.de/verlag/konferenz/future_of_work.html 


Foto: Frankfurt School Verlag


23.11.2017, Hannover: Business-Frühstück „Resilienz“ 


Die ias-Gruppe lädt Sie herzlich zum Business-Frühstück mit dem Thema „Resilienz – Kraftvoll durch bewegte Zeiten“ ein, bei dem folgende Fragen diskutiert werden und Sie wirksame Impulse für die Umsetzung der betrieblichen Gesundheitsförderung erhalten:

  • Was ist eigentlich Resilienz?
  • Welche Resilienzfaktoren sind für unsere seelische und körperliche Widerstandskraft wichtig?
  • Wie kann ich meine eigene Resilienz steigern?

Erfahren Sie mehr über das Thema Resilienz. Zudem haben Sie die Möglichkeit, konkrete Fragen mit unserer Psychologin zu besprechen.

Wir freuen uns auf den Dialog mit Ihnen! Wir bitten um Anmeldung per E-Mail bis zum 15. November 2017 an anke.toersiep[at]­ias-gruppe.de. Das Event ist kostenfrei, die Teilnehmeranzahl ist begrenzt. 

Was? Business-Frühstück zum Thema „Resilienz – Kraftvoll durch bewegte Zeiten“
Wann? Donnerstag, 23.11.2017, 8:00–10:00 Uhr
Wo? ias Aktiengesellschaft, Vahrenwalder Str. 12, 30165 Hannover


Foto: 
Shutterstock, Dariagarnik


05.12.2017, Bonn: Corporate Health Award


In diesem Jahr findet die Verleihung des CHA am 5.12.2017 in Bonn statt. „Schritt für Schritt zum Erfolgsrezept: Gemeinsam gegen Stress und Demotivation“ lautet das diesjährige Schwerpunktthema. 

Tagsüber bietet die Konferenz mit Fachvorträgen, Best Practices und einer Podiumsdiskussion Impulse zu aktuellen Fragestellungen rund um das BGM. Parallel dazu laufen Workshops in kleinen, intensiveren Runden. Mit dabei: Thomas Schneberger, Geschäftsführer der ias Unternehmensberatung, Referent zum Thema „Wettbewerbsfähig in der Arbeitswelt 4.0.“

Am Abend werden die Award-Gewinner ausgezeichnet. Die Veranstaltung schließt mit dem feierlichen Gala-Dinner. Das Programm finden Sie unter www.corporate-health-award.de.

Anmeldung unter: http://www.corporate-health-award.de/der-ch-award/konferenz-preisverleihung/registrierung/ 

Die ias-Gruppe verlost 10 Tickets für die Fachkonferenz nebst Ausstellung, Workshops, Kaffeepausen & Lunch inkl. Gala-Dinner im Wert von je 398 €. Schreiben Sie uns an melanie.teichmann[at]­ias-gruppe.de

Was? Corporate Health Award, „Schritt für Schritt zum Erfolgsrezept: Gemeinsam gegen Stress und Demotivation“ 
Wann? Dienstag, 05.12.2017, 08:00–23:00 Uhr
Wo? Kameha Grand Hotel, Am Bonner Bogen 1, 53227 Bonn