Dr. Monika Schulte-Meier, Personalleiterin


Entwicklungen differenziert zu betrachten, ist eine Grundhaltung von Frau Schulte-Meier und zugleich eine zentrale Anforderung ihrer anspruchsvollen Funktion. Für sie steht im Mittelpunkt, ökonomische Entwicklungen und organisationale Veränderungen gestalten zu können. Dafür sind ihr technologische Lösungen Mittel zum Zweck.

Besonders verfolgt sie die Integration von digitalen Lern- und Qualifizierungsangeboten in die täglichen Arbeitsabläufe, da sie die Trennung von Arbeit als Regel und Lernen als Ausnahme schon immer als unproduktiv und praxisfern empfunden hat. Vollkommen überzeugt ist sie von den Möglichkeiten vernetzten Arbeitens durch das neue Social Intranet ihres Unternehmens, das ihr zudem gänzlich neue Formen des direkten Dialogs mit den national und international verstreuten Mitarbeitern bietet.


Persönliche Sichtweise

„Ich sehe die beschleunigte Entwicklung mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Die neuen Technologien bieten uns eine Vielzahl spannender Möglichkeiten unsere Arbeit effizienter und zugleich vielschichtiger zu gestalten. Auf der anderen Seite ist aber auch der Erwartungs- und Anpassungsdruck erheblich gewachsen. Phänomene wie 'Burn-out' bei Managern oder 'Bore-out' bei demotivierten Mitarbeitern haben erheblich zugenommen. Wir mussten vor allem unseren Führungskräften erst einmal vermitteln, dass es nicht darum geht, jede Neuerung sofort zu beherrschen oder stets 24/7 erreichbar zu sein, sondern darum, alle Ressourcen effizient und nachhaltig zu managen. Dazu gehört selbstverständlich auch die Förderung der Leistungsfähigkeit – der eigenen wie jener der Mitarbeiter – denn die liegt im höchsten Interesse des Einzelnen wie des Unternehmens.“



Das sagt die ias-Expertin






Gerlinde Wiemann,
Psychologin in der ias-Gruppe


Von dem Phänomen, wie von Frau Schulte-Meier beschrieben, sind zunehmend mehr Mitarbeiter betroffen. Wenn eine ständige Erreichbarkeit gefordert wird oder die Unternehmenskultur diese stillschweigend voraussetzt, können die Auswirkungen dieser Reizüberflutung auf die psychische Gesundheit schwerwiegend sein. Ein Stichwort ist die Zunahme der Erholungsunfähigkeit, die in eine depressive Entwicklung oder ein Burn-out münden kann. Aber allein schon die Abnahme der Konzentrationsfähigkeit bedeutet wirtschaftliche und persönliche Risiken. Der Mensch braucht etwa eine Viertelstunde, um sich in ein Thema hineinzudenken. In dieser Zeit checken Smartphone-Nutzer ca. zweimal ihr Telefon und unterbrechen damit ihren Gedankenfluss. Die ias-Gruppe bietet bewährte Themenworkshops an, durch die es Mitarbeitern ermöglicht wird, ihre eigenen Ressourcen achtsam wahrzunehmen, zu erkennen, wo sie selbst Raubbau mit ihren Kräften treiben oder wie sie sich einem Tempo unterwerfen, das weder ihrer Gesundheit noch ihrer Leistungsfähigkeit guttut.

Bei Fragen steht Ihnen Frau Wiemann gern zur Verfügung: gerlinde.wiemann[at]­ias-gruppe.de


> ias-Experte Dr. Hanns Wildgans zum Thema Medizin
> ias-Experte Frank Grauer zum Thema Arbeitssicherheit

Steckbrief

  • Alter: 44
  • Ausbildung: Betriebswirtin und promovierte Wirtschaftspsychologin
  • Beruf: Personalleiterin
  • Ort: Frankfurt
  • Arbeitgeber: Internationaler Finanzdienstleister

*Beitragsbilder: 1. iStock.com/ Martinan