Volkskrankheiten können alle treffen. Doch welchen Einfluss hat Prävention auf die Wahrscheinlichkeit, von ihnen betroffen zu sein – und was lässt sich frühzeitig dagegen unternehmen?
Prävention & Volkskrankheiten
Bluthochdruck, medizinisch arterielle Hypertonie, ist ein wichtiger veränderbarer Risikofaktor für Mortalität. Erhöhter Blutdruck bedeutet, dass der Druck in den Blutgefäßen dauerhaft zu hoch ist. Tückisch daran ist, dass die Betroffenen oft nichts von einer Erkrankung ahnen, denn die Symptome wie Müdigkeit, Leistungsknick, Schlafstörungen, Herzrasen, Kopfschmerzen oder Nervosität werden oft auch auf aktuellen Stress geschoben.
Jede:r dritte Deutsche leidet an Bluthochdruck.
Die gute Nachricht
Bluthochdruck ist in fast allen Fällen bedingt durch Lebensstilfaktoren, wie etwa mangelnde Bewegung, ungesunde Ernährung oder Stress. Neben Allgemeinmaßnahmen wie Veränderung der Ernährungsgewohnheiten bis hin zu Medikamenten zur Blutdrucksenkung lassen sich zahlreiche Hebel nutzen, um das Risiko für dauerhafte Schäden durch Bluthochdruck frühzeitig in den Griff zu bekommen.
Edgar Dockhorn, Geschäftsführung ias PREVENT
Privat
Wichtig ist es, das hohe Präventionspotenzial zu nutzen. Dabei sind Erkenntnisse, die Lebensphasen und Geschlecht berücksichtigen, von besonderer Bedeutung. Denn jüngere Frauen haben ein geringeres Risiko, an Bluthochdruck zu erkranken, als gleichaltrige Männer.
Dieser Vorteil verschwindet jedoch mit steigendem Alter und kehrt sich ab circa 60 Jahren sogar um. Das zeigt: Lebensbegleitende Prävention ist keine einmalige Investition in die eigene Gesundheit, sondern liefert im Verlauf eines Lebens wichtige Momentaufnahmen.
Zahlen, Daten, Fakten
der ideale Blutdruck liegt bei 120/80 mmHg
Bluthochdruck ist Risikofaktor Nr. 1 für Herzkreislauferkrankungen
jede:r Dritte Deutschland leidet an Bluthochdruck
20 % der Betroffenen ahnen nichts
ca. 90.000 Todesfälle jährlich könnten bei entsprechender Behandlung verhindert werden
95 % aller Erkrankungen sind durch Lebensstil- oder Erbfaktoren bedingt
bei lediglich 5 % der Betroffenen ist eine Erkrankung der inneren Organe ursächlich