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Trotz Corona richtig atmen?

Gestresst, erschöpft, durchschlafen undenkbar? Gerade jetzt tun Sie sich einen Gefallen, wenn Sie, statt die Luft anzuhalten, tief durchatmen. Dazu braucht es nicht immer einen Waldspaziergang

Prävention

Atmen, Atmung, Wald, Entspannung

Jeden Tag atmen wir etwa 20.000 Mal ein und wieder aus. Damit versorgen wir den Körper mit lebenswichtigem Sauerstoff und sorgen für den Abtransport von Giftstoffen – ein natürlicher Automatismus. Seit dem Ausbruch von CoVID-19 ist Atmen ein Thema. Aus Angst vor Ansteckung verfallen viele Menschen in eine Flachatmung.

Doch gerade jetzt gilt: Raus an die frische Luft und mal richtig Luft holen. Richtiges Atmen ist der Schlüssel zu mehr Entspannung und Entschleunigung. Tiefes und bewusstes Luftholen aktiviert den Parasympathikus, den für die Erholung zuständigen Nerv. Bei tiefer Atmung nehmen wir (statt mindestens eines halben Liters) vier Liter Sauerstoff auf. Mit jedem Atemzug können wir so unseren Blutdruck senken, Schmerzen lindern, Ängste verringern und Schlafstörungen vorbeugen. Dabei gilt: Je entspannter, desto
besser. Beim „richtigen Atmen“ fließt die Atemluft unangestrengt durch den Körper.

Richtig Atmen

  • Atmen Sie tief durch die Nase ein. Der Atem füllt die Lungen und breitet sich bis in den Bauchbereich aus.
  • Atmen Sie langsam durch Mund oder Nase aus.
  • Legen Sie dabei eine Hand auf den Bauch und spüren Sie, wie sich die Bauchdecke beim Atmen wölbt und dann wieder senkt.
  • Lassen Sie Ihren Atem in den Bauch und das Becken strömen und spüren Sie ihn auch im Rücken und Nierenbereich.

Schnelle Hilfe: Wer sich gestresst fühlt, kann laut seufzen. Das belüftet die Lungenflügel – sie werden mit Luft vollgepumpt. Nicht nur dem Impuls zum Seufzen sollten Sie nachgeben. Auch Gähnen und sich dabei zu räkeln hat einen positiven Effekt auf die Atmung.

Doch Achtung: Wer eine Mund-Nasen-Bedeckung trägt, sollte nicht stark einatmen und ausatmen. Besser ist es, eher ruhig und flacher zu atmen und sich nicht so sehr darauf zu konzentrieren – sondern sich mit anderen Dingen zu beschäftigen.

Dr. Stephanie Stein

Fachärztin für Innere Medizin, Kardiologie

Stephanie Stein, ias PREVENT

Dieser Artikel ist in dem ias-Kundenmagazin impulse erschienen, das Sie als ePaper abonnieren können.

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