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Helfen Nüsse gegen Darmkrebs?

Beim Nüssenaschen das Darmkrebsrisiko senken? Dr. Jochen Hansel, Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie und Sportmedizin bei ias PREVENT, nimmt für Sie die Hauptdarsteller auf dem Weihnachtsteller unter die Lupe

Prävention

Walnuss, Ernährung, Winter

Unsere Ernährungsgewohnheiten nehmen einen Einfluss auf die Entstehung vieler Krebsarten. Der World Cancer Research Fund gibt die Empfehlung, überwiegend pflanzliche Lebensmittel (Vollkornprodukte, Gemüse, Obst und Hülsenfrüchte) zu verzehren. Mit Obst und Gemüse kann man das Risiko verschiedener Krebsarten verringern.

Pflanzliche Lebensmittel liefern eine Mischung aus gesundheitsförderlichen Inhaltsstoffen wie Ballaststoffen, sekundären Pflanzenstoffen, Vitaminen und Mineralstoffen. Gegen Darmkrebs wird eine ballaststoffreiche Ernährung und Nahrungsmittel, die Calcium, Folsäure und Vitamin B6 enthalten, empfohlen. Das trifft auch auf Nüsse zu. Sie können vor einem Rückfall bei Darmkrebs schützen, wie eine Untersuchung des Dana-Farber Cancer Institute in Boston gezeigt hat

Die Inhaltsstoffe von Nüssen haben zahlreiche positive Effekte auf den Körper. Reich an Calcium sind Haselnüsse, Walnüsse enthalten viel Vitamin B6, bei Folsäure führen Erdnüsse die Liste an. Nüsse haben einen gesundheitsfördernden Effekt, das ist in mehreren Studien belegt worden.

Ernährung, Nüsse, Gesundheit AdobeStock/fascinadora

Zu unbehandelten Früchten greifen

Nüsse sollten allerdings in ihrer natürlichen Form gekauft und verzehrt werden. In verpackten und gerösteten Nüssen finden sich Geschmacks- und Konservierungsmittel, die die Entstehung von Darmkrebs fördern. Auch enthalten die abgepackten Früchte Nitrate und Nitrite, die wir auch als Pökelsalze kennen – und zu viel Salz schadet dem Körper. Beim Rösten wiederum gehen wertvolle Inhaltsstoffe wie die B-Vitamine verloren.

Neben unbehandelten Nüssen auf dem winterlichen Naschteller sind Datteln eine gesunde Alternative. Die Frucht ist nicht nur reich an Vitaminen und Mineralien, sondern auch an Polyphenolen, und kann so das Wachstum von Darmkrebszellen hemmen.

Egal ob Nuss oder Dattel: Die Menge macht es, wie so oft. Die natürlichen Naschereien bleiben echte Kalorienbomben. In Maßen verzehrt, überwiegen die Vorteile. Jeder kann sein persönliches Risiko senken – mit Vorsorgeuntersuchungen und durch einen gesunden Lebensstil.

Jochen Hansel

Ärztlicher Leiter der ias PREVENT Gmbh in Stuttgart

Dr. med. Jochen Hansel

Dieser Text ist in dem ias-Kundenmagazin impulse erschienen, dass Sie als ePaper abonnieren können.

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