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Mitarbeiter im Unternehmen halten

Unternehmen sind konkurrenzfähiger und erfolgreicher, wenn sie Talente halten können. Doch oft haben sie falsche Vorstellungen darüber, was diese motiviert. Wer allerdings weiß, was Mitarbeiter von heute erwarten, hat in Zeiten von Fachkräftemangel einen klaren Wettbewerbsvorteil

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Mitarbeiter halten Whitepaper ias-Gruppe

Was im Leistungssport selbstverständlich ist, lässt sich auch auf die Unternehmenslandschaft übertragen: Um zu gewinnen, muss man die Besten fördern und halten. Wer in seine Mitarbeiter investiert, erhöht seine Reputation und hat es leichter im harten Kampf um die begehrten Fachkräfte und Talente. Dazu gilt es, verstaubte Ansichten darüber auszumisten, was Mitarbeiter im Unternehmen hält, was sie brauchen und was sie wünschen. 

Geld = Glück = langfristige Bindung?

„Das Gehalt spielt natürlich auch heute noch eine Rolle und kann sogar als Motivator für einen Arbeitgeberwechsel funktionieren“, sagt Felix Rußwinkel, Coach und Experte für Organisationsentwicklung in der ias-Gruppe. „Den Mitarbeiter aber allein mit Geld zu halten oder zu ködern, funktioniert jedoch nicht.“ Laut Rußwinkel neutralisieren Instrumente wie Gehalt lediglich eine vorhandene Unzufriedenheit, stiften jedoch mittel- oder langfristig weder Motivation noch eine emotionale Bindung oder Identifikation mit dem Unternehmen. Auch andere „Leistungsanreize“ wie große Dienst wagen oder das neueste Smartphone – um die Jahrtausendwende noch ein Plus – sind heute bereits selbstverständlich geworden.
 

Sinn statt Geld

„Die Vorstellung von Arbeit hat sich verändert, denn die Gesellschaft ist permanenten Wandlungen unterworfen. Die zunehmende Individualisierung führt dazu, dass Mitarbeiter in ihren persönlichen Bedürfnissen und Wünschen stärker wahrgenommen werden wollen“, so Rußwinkel. Der moderne Mitarbeiter von heute will mitgestalten: Er fordert eine stimmige und offene Firmenkultur, sinnhafte Arbeit, die Anerkennung und Wertschätzung seiner Leistungen. Vielen Führungskräften und Managern in Deutschland fällt es jedoch noch schwer, ihre Mitarbeiter zu inspirieren und sie an ihrer Unternehmensvision oder ihren Entscheidungen teilhaben zu lassen. Laut Rußwinkel ist dies gerade in Unternehmen mit ausgeprägt hierarchischen Strukturen der Fall: „Manche Unternehmen denken noch immer nach einer ‚Wir hier oben und ihr da unten‘-Manier und verspielen damit wertvolle Chancen.“ Auch in der Vermittlung der Unternehmensstrategie besteht noch ordentlich Luft nach oben, wie die aktuelle ias-Studie „Außen agil, innen traditionell – Unternehmen zwischen den Welten“ zeigt.

Mitarbeiterbindung Whitepaper ias Gruppe

Der Schlüssel zum Erfolg:

Soft Skills Doch warum klaffen die Mitarbeitersicht und die Unternehmensperspektive zu den Wünschen und Bedürfnissen der Arbeitnehmer oft auseinander? „In vielen Unternehmen wird entweder zu wenig gefragt, zu wenig dokumentiert oder mit gewonnenen Erkenntnissen schlichtweg nicht gearbeitet“, weiß Rußwinkel. „Dabei liefern regelmäßige Mitarbeiterbefragungen sowie die persönlichen Gespräche zwischen Mitarbeiter und Vorgesetztem oft die ersehnten Antworten.“ Mit welchen Angeboten können Unternehmen nun Mitarbeiter gewinnen und binden? Diese Frage sollten Manager sich und ihren Mitarbeitern stellen und aus dem Fundus an Maßnahmen schöpfen, der sich ihnen bietet.

Felix Rußwinkel, ias-Gruppe, ge.on
Felix Rußwinkel, Coach und Experte für Organisationsentwicklung in der ias-Gruppe.
Florian Liedel

Denn: Führungskräfte haben enorme Gestaltungsmöglichkeiten, die nicht immer kostspielig sein müssen. Im Vordergrund moderner Führung stehen Soft Skills wie ein offenes Ohr für die Bedürfnisse der Mitarbeiter zu haben, Empathie zu zeigen und auf Bedürfnisse des Einzelnen einzugehen. Flexible Arbeitszeiten und gesunde Arbeitsbedingungen sind weitere attraktive Anreize, mit denen Unternehmen punkten und in Zeiten des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels bestehen können. Denn die Lage verschärft sich weiter: Die Zahl der potenziellen Arbeitnehmer sinkt. Um 2035, also in 16 Jahren, werden die letzten Babyboomer sich in die Rente verabschieden. Die Anzahl der Bewerbungen auf ausgeschriebene Stellen wird bereits seit Jahren dünner – auch in gefragten Unternehmen in Ballungsgebieten. 

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